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30.10.04 GT doch
Drei Jahre lang hatte die 2001 von Wolfgang Kaufmann für Gemballa gefahrene Bestzeit Bestand. Nun gelang Horst von Saurma im Porsche Carrera GT der Konter.
Das Leben ist ein beständiges Geben und Nehmen. Dies gilt auch und besonders für den im Rahmen der sport auto-Trophy auf der Nordschleife vergebenen Wanderpokal.
1995 fand er für zwei Jahre auf dem Fensterbrett des einstigen sport auto-Redakteurs und späteren Supertest-Piloten und Chefredakteur von Deutschlands schnellstem Automagazin, Horst von Saurma, seinen angestammten Platz. Zwei Jahre später ging er in den Besitz von Herbert Schürg über. Der Alfa Romeo-Testfahrer schraubte die Rekordzeit für straßenzugelassene Fahrzeuge von 7.52 auf 7.49 Minuten herunter.
Nach zahlreichen Nordschleifenrunden im Rahmen des Supertests war Horst von Saurma 1999 fit für den Gegenschlag. Gemeinsam mit Porsche-Tuner shk gelang die Rückeroberung der begehrten Trophäe. Die gültige Bestzeit lag nun bei 7.46 Minuten.
Drei Sekunden waren auch im nächsten Anlauf das Maß der Dinge. Pikanterweise fuhr der sport auto-Chef diesmal gegen sich selbst und setzte anno 2001 an Bord des von TechArt aufgebauten GT Street mit 7.43 Minuten die neue Pace.
Noch im selben Jahr folgte dann der Paukenschlag. Wolfgang Kaufmann flog mit dem Gemballa GTR 600 nach 7.32,52 Minuten durchs Ziel. Der Konkurrenz blieb im wahrsten Sinne des Wortes die zunehmend dünner werdende Luft weg.
Im vorerst letzten Akt des nunmehr bald zehn Jahre währenden Rekord-Schauspiels galt der Applaus des Publikums am 8. September 2004 neuerlich Horst von Saurma.
Im vom Werk zur Verfügung gestellten Porsche Carrera GT gelang dem sport auto-Chef der Ritt auf des Messers Schneide. Nach 7.32,44 Sekunden waren Ross und Reiter sicher im Ziel. Dass das Pferd diesmal nicht von kundiger Hand gedopt worden ist, sei dabei nur am Rande notiert.
Anja Wassertheun


