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8.04.05 Auf zu neuen Ufern

 

FIA-GT-Auftakt Monza: Renauer Motorsport mit Kaufmann/Jurazs wollen in der GT 2-Division für Furore sorgen.


Am zweiten April-Wochenende wird auf dem Grand Prix-Kurs im italienischen Monza der langersehnte Startschuss für das FIA-GT-Langstreckenchampionat fallen. Mit von der Partie wird Renauer Motorsport sein. Der österreichische Teamchef Sepp Renauer wird in der GT 2-Kategorie einen Ex-Freisinger-Porsche 996 GT 3-RS einsetzen. Der ca. 470 PS starke 2003er-Porsche-Bolide wird von dem Molsberger Sportwagenass Wolf-

gang Kaufmann und dem Wiener Manfred Jurazs pilotiert. Kaufmann, der in den letzten drei Jahren auf einem technisch weit unterlegenen Wieth-Ferrari 550 Maranello sein wahres fahrerisches Potential in keinster Weise zeigen konnte, zu den gemeinsamen Ambitionen: „Wir arbeiten nun seit 2001 zunehmend enger zusammen. Es handelt sich bei Renauer Motorsport um ein kleines, aber sehr effizientes, professionelles und auch angenehm freundliches Familienunternehmen. Wir sind einige Sportwagenrennen zusammengefahren wie Interserie, FIA-Sportwagen-WM oder auch kleinere Rennen zur tschechischen Langstreckenmeisterschaft auf einem Tampolli SR2-Alfa Romeo. Das Ziel von Sepp Renauer ist, erfolgreiche Rennen in den Sportwagen- und Sportprototypen-Kategorien zu bestreiten. Das deckt sich mit meinen Zielsetzungen.“ Als Aufgalopp haben Kaufmann/Jurazs und der Tscheche Petr Valek bereits Ende der Saison 2004 in Brünn erfolgreich zwei Wertungsläufe zur nationalen tschechischen Meisterschaft bestritten. „Im Hinblick auf 2005 wollte das Renauer-Team Erfahrungen mit der für sie komplett neuen Porsche-Technik sammeln. Das ist uns prima gelungen, denn beide Male standen wir als Drittplazierte auf dem Siegerpodest. In der internationalen FIA-GT-Meisterschaft weht natürlich ein komplett anderer Wind. Ich bin sehr gespannt auf die Standortbestimmung in Monza. Zur Zeit sind neben dem Auftaktrennen Brünn, Oschersleben und das 24 h-Rennen von Spa geplant und finanziert. Sollten wir uns achtbar aus der Affäre ziehen, sind eventuell weitere Sponsorengelder locker zu machen“, schildert Wolfgang Kaufmann die Ausgangssituation. Bei der Finanzierung des kompletten Projektes spielt der langjährige Sportwagenpilot Manfred Jurazs eine erhebliche Rolle. Der Wiener gilt wie der Ex-Porsche World Cup-Sieger Kaufmann als Porsche-Spezia-list, bestritt er doch unzählige GT-Rennen für Seikel, Konrad, Proton und Freisinger. Neben seiner immensen Erfahrung sind auch seine Sponsorenkontakte herzlich willkommen. Renauer Motorsport wird sich in Monza erheblich an die Decke strecken müssen, denn in der GT 2-Division werden nach momentanen Stand nicht weniger als 14 verschiedene Teams um die sportlichen Lorbeeren kämpfen. Neben zehn Porsche-Teams, drei Ferrari 360 Modena-Teams wird die englische Balfe Motorsport-Truppe mit dem exotischen amerikanischen Mosler MT 900 R für sehenswerten Motorsport sorgen.

Emerson W. Dilcher