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21.06.01 Wertungspunkt ergattert

 

FIA-GT-Championat: Rang sechs für Wolfgang Kaufmann in Jarama


JARAMA. Nach der unfreiwilligen Trennung vom Freisinger Motorsport-Team musste der Molsberger Rennfahrer Wolfgang Kaufmann seine sportlichen Aktivitäten auf die spanische und franzö­sische GT-Meisterschaft be­schränken. Beim vorletzten Wertungslauf zum diesjährigen FIA-GT-Championat im spanischen Jarama kam es aber zum Comeback des Westerwälders, da sein spanischer Teamchef Paco Orti sein Heimspiel nicht verpassen wollte. Die Rückkehr gelang eindrucksvoll.

Bereits im Zeittraining trumpfte der Ex-Formel-3-Pilot groß auf und stellte den Orti-Porsche 996 GT3-R in der N-GT-Kategorie auf einen unerwarteten vierten Startplatz. „Mit einem zwei Jahre alten Auto in der zweiten Startreihe zu stehen ist wirklich sehr erfreulich. Die beiden Freisinger-Porsche gurken im hinteren Mittelfeld herum und auch der Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard im zweiten RWS-Porsche steht deutlich hinter mir", frohlockte Kaufmann, dem Flügel gewachsen schienen.

Doch dieser Höhenflug konnte im Drei-Stunden-Rennen nicht ganz fortgesetzt werden. Teamkollege und Rennstallbesitzer Paco Orti war pro Runde um sechs bis sieben Sekunden langsamer, und so fiel das Duo während Ortis knapp 30-minütigen Einsatzes vom anfänglichen dritten Platz bis auf die zehnte Position zurück. Mit hartem Einsatz kämpfte sich Wolfgang Kaufmann wieder bis auf Rang sechs zurück und ergatterte somit den letztmöglichen Meisterschaftspunkt.

Dieser eine Punkt geriet fünf Runden vor Schluss nochmals in Gefahr, als der Franzose Emmanuel Clerico in einer Belmondo-Chrysler dem Westerwälder kräftig ins Heck rauschte und diesen umdrehte. „Emmanuel kämpfte mit Landsmann Christophe Bouchut um den letzten Podiumsplatz und hatte offensichtlich wenig Zeit. So schnell wie der mir in die Karre gefahren ist, konnte ich gar nicht in den Rückspiegel schauen", war Kaufmann einerseits konsterniert und andererseits froh, dass er Rang sechs gerettet hatte.

Emerson W. Dilcher